Schlagworte: Wildkaffee

IKU Kaffee von den Stämmen der Arhuaco und Kogi

Die Sierra Nevada De Santa Marta ist das höchste Küstengebirge der Erde und liegt im Nord-Osten Kolumbiens. Karibische Strände treffen auf tropisch-feuchten Dschungel, Wüste, Nebelwald und schneebdeckte Berge. Es ist die Heimat der indigenen Urstämme der Arhuaco und den Kogi.
Bewusst verzichten die Menschen auf die Erungenschaften der moderenen Gesellschaft, weder fliessendes Wasser noch Strom sind für sie lebensnotwendig. Stattdessen leben sie im Einklang mit der Natur.
Für die Arhuaco und Kogi ist dieser Ort die Schöpfung allen Seins. Hier befinden sich auch ihre heiligen Stätten welche ihnen während der Besiedelung Kolumbiens durch die europäischen Seefahrer geraubt wurden.

Um ihr Land und die heiligne Stätten wieder in ihren Besitz zu bekommen, haben sie beschlossen auf ihren Ländereien unter anderem Kaffee zu produzieren. Durch den Erlös wollen sie ihr Land und ihre heiligen Stätten zurückkaufen.

Der Kaffee:

Die Stämme der Arhuaco und Kogi leben von dem Anbau von Getreide, Obst und Gemüse. Dabei kommt ihr über viele Generationen vererbtes Wissen zum Einsatz. Der Umgang mit der Natur ist für die Stämme eine Frage des Gleichgewichts und nicht der optimalen Technik oder Ausnutzung um maximalen Ertrag zu erwirtschaften.

Das alles unter ökologischen Aspekten erzeugt wird ist so selbstverständlich, dass sie auf Bio-Zertifikate verzichten.

„Warum sollten wir uns von denen, die die Erde so schädigen, zeigen lassen, wie man mit der Natur umgeht? Wofür brauchen wir Checklisten und Prüfer?“

Beim Kaffee haben sie sich für Varietäten entschieden, die sich besonders gut für die Produktion von Bio-Kaffee eignen.
Zum Einsatz kommen Typica, Bourbon und Caturra Varietäten. Diese Kaffeepflanzen eignen sich gut für die organisch Produktion  und bringen gleichzeitig die für Kolumbien typischen geschmacklichen Eigenschaften mit sich.
Genetisch veränderte Kaffeepflanzen kommen für die Kogi nicht in Frage. Genauso werden alte Pflanzen nicht durch neue ersetzt nur weil sie weniger Ertrag bringen.

Krankheiten und Schädlinge sind ein Zeichen dafür das die Natur im Ungleichgewicht ist und nach einer Lösung sucht.
Aus diesem Ansatz heraus pflegen die Produzenten des IKU Kaffees ihr Land.
Gedüngt wird mit selbst erzeugter Biomasse die aus dem Dung der Tiere und den Resten der Ernte erzeugt wird.

Die Ernte erfolgt in mehrere Schritten von Hand, so das nur die reifen Kirschen von den Sträuchern gepflückt werden.
Diese werden noch am selben Tag vom Fruchtfleisch befreit und für 12 Stunden in Tanks mit städigem Wasseraustausch fermentiert.
Anschließend werden die Bohnen nochmals mit frischem Quellwasser gewaschen.

Nach der ersten Trocknung wird der Kaffee auf Eseln und Maultieren über verschlungene Bergpfade zur Sammelstelle, der Bodega in Mingueo nahe der Kleinstadt Dibulla gebracht wo er auf Patios auf eine Restfeuchte von 10,5 – 11,5% getrocknet wird.

Bevor der Kaffee für den Export in Säcke verpackt wird, wird er mehrfach von Hand sortiert und klassifiziert. Anschließend wird die Pergamenthaut entfernt und in einem weiteren Durchgang nach Größe der Bohnen sortiert.

Für die Arhuaco und Kogi geht es bei der Produktion des Kaffees nicht allein um das Geld welches sie durch den Verkauf erwirtschaften, sie folgen dem Prinzip des Geben und Nehmen, etwas was in ihrer spirituellen Philosophie selbstverständlich ist.

produzent: El Pueblo Kogi
region: Sierra Nevada de Santa Marta
ernte: 2015
varietäten: Tipica, Bourbon, Caturra
aufbereitung: gewaschen
anbauhöhe: 1200 – 1700 Meter ü. N.N.

 

Wir rösten den IKU Kaffee als Filter- und als Espressoröstung.
Erhältlich in unserem Online Shop:

 

 

 

 

Äthiopien Anfilo Wildkaffee

© Coffee Hunting

© Coffe Hunting

ursprung: äthiopien
region: wollega 
ernte:
 2012
anbauhöhe: 1.700 – 1.930 m
aufbereitung: sonnengetrocknet / ungewaschen
kooperative: anfilo coffee
varietäten: davo tobi anfilloo
importeur: coffee hunting
röstung: medium

Im Schatten des Gerjeda Forest Reserve, in der Region Wollega, wächst dieser Kaffee auf ganz ursprüngliche Weise, wodurch er ein absoluter Wildkaffee ist.

Diese ursprüngliche Anbaumethode sorgt dafür, dass dieser Kaffee ohne den Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden und Herbiziden auskommt. Damit ist der Anfilo ein rein organischer Kaffee.
Der Schatten, den die Bäume spenden, sorgt für ein langsames Wachstum der Kaffeekirschen und damit für einen relativ hohen Zuckergehalt im Fruchtfleisch, was dem Anfilo seine aromatische Süsse verleiht.
Der Anfilo wird ungewaschen aufbereitet, wodurch nur wenig Wasser verbraucht wird. Die Trocknung erfolgt in der Sonne, durch diese Aufbereitungmethode wird die Komplexität dieses Kaffees noch verstärkt.

 

@ Coffee Hunting
@ Coffee Hunting

Der Zusammenschluss von über 300 Bauern und deren Familien in die Anfilo Coffee Produzentengruppe erhielt als erste die Birdfriendly Zertifizierung, welche von der internationalen Vogelkundlergesellschaft Smithonian Migratory Bird Center vergeben wird.

© Coffee Hunting

Dieses Siegel honoriert neben ökologischen Anbau den Erhalt der naturnahen Waldstrukturen, wodurch ein Großteil der ursprünglichen Artenzusammensetzung als Lebensraum für Vögel, Insekten und anderen Tieren erhalten wird.

Wir beziehen diesen Kaffee über das Direkt Handelsnetzwerk Coffee Hunting, das sich auf das Auffinden von nachhaltig produzierten, seltenen Kaffees spezialisiert hat.

Größere Kartenansicht


Röstung:

Wir rösten den Anfilo relativ kurz und hell, um die komplexen Aromen aus Waldbeeren, Karamell, Kardamon, Vanille und Zimt vollkommen zu entfalten, ohne das störende Röstaromen den Geschmack beeinflussen.

Zubereitung:

Der Anfilo Wildkaffee eignet sich sowohl für die Zubereitung als Brühkaffee mit Handfilter oder Aeropress, schmeckt aber auch wunderbar als Espresso, wo die komplexen Aromen aus Frucht und Würze hervorragend zum Ausdruck kommen.

Kaufen:

Äthiopien Anfilo Wildkaffee

Den Anfilo gibt es ab sofort in unserem Online Shop