Hacienda La Claudina Kolumbien

Das traditionelle Kaffeedorf Ciudad Bolivar befindet sich circa 100 km südwestlich von der Großstadt Medellin.

Hier befindet sich auch die Hacienda La Claudina welche zu den ältesten in der Region gehört.

Herzstück der Plantage ist das 1893 errichtete Haus welches im original Zustand ist, und das Symbol der Plantage darstellt.

Die Hacienda verfügt über 18 Hektar Land, wovon 16 Hektar für den Anbau von Hochlandkaffee der Varietäten Caturra, Borbon und Castillo verwendet werden.

Der überwiegende Anteil liegt beim Castillo, der sich durch seine Resistenz gegenüber Krankheiten auszeichnet.

Die vier Parzellen der Plantage liegen auf unterschiedlichen Höhenlagen von 1300 – 1780 Meter über dem Meerespiegel. Vom angrenzenden Choco Regenwald sorgen feuchte Bergwinde für das passende Klima und der vulkanische Boden verleiht diesem Kaffee sein edles Aroma.

60 Plantagenarbeiter pflücken von Hande den Kaffee in der Zeit September bis Dezember, anschließend wird er in der eigenen Aufbereitungsanlage gewaschen und getrocknet.

Neben dem gewaschenen Kaffee werden Teile der Ernte auch als ungewaschner Kaffee (Natural) und als Honey Processed aufbereitet.

 

Bilder und weitere Informationen zur Hacienda La Claudina gibt es hier

Produzent: Hacienda La Claudina
Region: Ciudad Bolivar, Antioquia, Medellin
Ernte: 2014
Varietäten: Caturra, Bourbon, Castillo
Aufbereitung: Fully Washed, Honey Preparation
Anbauhöhe: 1320 – 1870 Meter ü. N.N.

Geschmackseigenschaften:

Ausgewogener Körper
Spritzige Säure
Mittelkräftiger Körper
Noten von Orange und Nussig.

IKU Kaffee von den Stämmen der Arhuaco und Kogi

Die Sierra Nevada De Santa Marta ist das höchste Küstengebirge der Erde und liegt im Nord-Osten Kolumbiens. Karibische Strände treffen auf tropisch-feuchten Dschungel, Wüste, Nebelwald und schneebdeckte Berge. Es ist die Heimat der indigenen Urstämme der Arhuaco und den Kogi.
Bewusst verzichten die Menschen auf die Erungenschaften der moderenen Gesellschaft, weder fliessendes Wasser noch Strom sind für sie lebensnotwendig. Stattdessen leben sie im Einklang mit der Natur.
Für die Arhuaco und Kogi ist dieser Ort die Schöpfung allen Seins. Hier befinden sich auch ihre heiligen Stätten welche ihnen während der Besiedelung Kolumbiens durch die europäischen Seefahrer geraubt wurden.

Um ihr Land und die heiligne Stätten wieder in ihren Besitz zu bekommen, haben sie beschlossen auf ihren Ländereien unter anderem Kaffee zu produzieren. Durch den Erlös wollen sie ihr Land und ihre heiligen Stätten zurückkaufen.

Der Kaffee:

Die Stämme der Arhuaco und Kogi leben von dem Anbau von Getreide, Obst und Gemüse. Dabei kommt ihr über viele Generationen vererbtes Wissen zum Einsatz. Der Umgang mit der Natur ist für die Stämme eine Frage des Gleichgewichts und nicht der optimalen Technik oder Ausnutzung um maximalen Ertrag zu erwirtschaften.

Das alles unter ökologischen Aspekten erzeugt wird ist so selbstverständlich, dass sie auf Bio-Zertifikate verzichten.

„Warum sollten wir uns von denen, die die Erde so schädigen, zeigen lassen, wie man mit der Natur umgeht? Wofür brauchen wir Checklisten und Prüfer?“

Beim Kaffee haben sie sich für Varietäten entschieden, die sich besonders gut für die Produktion von Bio-Kaffee eignen.
Zum Einsatz kommen Typica, Bourbon und Caturra Varietäten. Diese Kaffeepflanzen eignen sich gut für die organisch Produktion  und bringen gleichzeitig die für Kolumbien typischen geschmacklichen Eigenschaften mit sich.
Genetisch veränderte Kaffeepflanzen kommen für die Kogi nicht in Frage. Genauso werden alte Pflanzen nicht durch neue ersetzt nur weil sie weniger Ertrag bringen.

Krankheiten und Schädlinge sind ein Zeichen dafür das die Natur im Ungleichgewicht ist und nach einer Lösung sucht.
Aus diesem Ansatz heraus pflegen die Produzenten des IKU Kaffees ihr Land.
Gedüngt wird mit selbst erzeugter Biomasse die aus dem Dung der Tiere und den Resten der Ernte erzeugt wird.

Die Ernte erfolgt in mehrere Schritten von Hand, so das nur die reifen Kirschen von den Sträuchern gepflückt werden.
Diese werden noch am selben Tag vom Fruchtfleisch befreit und für 12 Stunden in Tanks mit städigem Wasseraustausch fermentiert.
Anschließend werden die Bohnen nochmals mit frischem Quellwasser gewaschen.

Nach der ersten Trocknung wird der Kaffee auf Eseln und Maultieren über verschlungene Bergpfade zur Sammelstelle, der Bodega in Mingueo nahe der Kleinstadt Dibulla gebracht wo er auf Patios auf eine Restfeuchte von 10,5 – 11,5% getrocknet wird.

Bevor der Kaffee für den Export in Säcke verpackt wird, wird er mehrfach von Hand sortiert und klassifiziert. Anschließend wird die Pergamenthaut entfernt und in einem weiteren Durchgang nach Größe der Bohnen sortiert.

Für die Arhuaco und Kogi geht es bei der Produktion des Kaffees nicht allein um das Geld welches sie durch den Verkauf erwirtschaften, sie folgen dem Prinzip des Geben und Nehmen, etwas was in ihrer spirituellen Philosophie selbstverständlich ist.

produzent: El Pueblo Kogi
region: Sierra Nevada de Santa Marta
ernte: 2015
varietäten: Tipica, Bourbon, Caturra
aufbereitung: gewaschen
anbauhöhe: 1200 – 1700 Meter ü. N.N.

 

Wir rösten den IKU Kaffee als Filter- und als Espressoröstung.
Erhältlich in unserem Online Shop: