Fazenda São Judas Tadeu, Minas Gerais, Brasilien

 

Für viele Kaffeeröster ist es ein Ziel, Kaffee möglichst ohne Umwege und Zwischenhändler vom Produzenten zu beziehen. Der direkte Handel hat viele Vorteile wie den Austausch mit den Erzeugern der Kaffeebohnen und die Mitgestaltung der Aufbereitung der Kaffees.

Zudem entsteht eine Transparenz, welche es ermöglicht, die Distanz zwischen den Kaffeebauern oder Aufbereitungsbetrieben im fernen Ursprung, uns als Kaffeeröster und euch als Genießern zu verkürzen.

Brasilien Fazenda Sao Judas Tadeu

Allerdings sind mit dem direkten Handel auch Risiken verbunden, die für eine kleine Kaffeerösterei schnell zu einem Problem werden kann. 

An dieser Stelle setzt das Projekt Algrano an. Algrano wurde von drei Schweizern als Plattform zum Austausch zwischen Produzenten, Röstern und Baristi geschaffen. Auf diesem Wege können die teilnehmenden Kaffeefarmer ihre Ernten zu Preisen anbieten, die ihnen eine angemessene Bezahlung für ihre Arbeit und ihre Produkte gewährleistet.

Für die verarbeitende Seite der Kaffeebohnen besteht die Möglichkeit, sich virtuell über die vorab verkosteten Kaffees zu informieren und Muster von interessanten Kaffees zu bestellen.

Kommt ein Kaffee in Frage, so kann er direkt über die Plattform eingekauft werden. Die logistische Abwicklung übernimmt Algrano und sorgt für die Verschiffung und den Transport vom Ursprung bis zur Tür der Rösterei.
Das Modell von Algrano ist eine interessante Möglichkeit für den Einkauf von Rohkaffee direkt vom Produzenten da die Risiken gleichmässiger auf Erzeuger und Röster verteilt werden.
Wir haben uns entschlossen, dieses Projekt zu testen und haben im Herbst letzten Jahres Muster von drei Produzenten in Brasilien bestellt.

Diese kamen schon kurze Zeit später per Luftpost in Hamburg an und wir machten uns zügig an das Verkosten, um heraus zu finden wie die Qualität der Kaffees ist.

Kaffees aus Brasilien sind überwiegend weniger charakterstark als aus anderen Regionen der Erde, haben dafür aber den Vorteil, dass sie mit ihren sensorischen Eigenschaften gut geeignet sind für das Rösten von Espresso.
Ebenso sind die eher milden und säurearmen Kaffees sehr bekömmlich, weisen dafür aber einen guten Körper, schokoladig – nussige Aromen mit leicht floralen Tendenzen auf.

Am meisten überzeugt hat uns der Kaffee von der Fazenda  São Judas Tadeu. Im Cupping kamen wir auf eine Punktzahl von 85 (nach SCAA Standard), was einem guten Spezialitätenkaffee entspricht.

Die Fazenda  São Judas Tadeu liegt in der für Kaffeeanbau bekannten Region Minas Gerais, zwischen den Metropolen Sao Paulo und Rio de Janeiro.
Auf den mineralischen Böden wurden vor ca. 14 Jahren Kaffeesträucher der u.a. der Varietät Acaica angepflanzt.
Die Acaica Varietät ist eine Kreuzung aus klassischem Bourbon und Sumatra und bringt malzige, nussige und schokoladige Aromen in die Tasse.

Die Fazenda  São Judas Tadeu arbeitet nach Standards des Ökologischen Landbaus und verfügt über die Fair Trade Zertifizierung.

Der Kaffee ist perfekt für alle, die einen säurearmen milden Kaffee für den Start in den Tag bevorzugen.

Ende Februar kamen unsere bestellten Säcke in Bremen an, wo wir ihn selber abgeholt haben.

Brasilien Fazenda Sao Tadeu Judas Kaffeesäcke

www.algrano.com/de

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